Di. 01.07.25: Weitere Abklärungen bzgl. Brust Operation
Am 01.07.2025 rief mich der plastische Chirurg, bei dem ich bereits am 15.05.2025 vorstellig gewesen war, auf meine Bitte hin zurück, da ich noch einige offene Fragen bezüglich einer eventuell bevorstehenden Brustoperation hatte. Ich sollte ja laut EFT/EMDR Sitzung alle offenen Fragen ausräumen.
Die erste Frage war, ob und wenn ja wann eine neue Brustwarze plastisch kreiert werden und angenäht werden konnte, falls meine Brustwarze Tumorzellen enthalten sollte und dann „unbrauchbar“ war und bei der OP nicht mehr angenäht werden konnte. Der Chirurg verneinte das. Falls die Brustwarze krebsbehaftet sein sollte, müsste ich ohne Brustwarze leben. Er kenne aber einen guten 4D Tätowierer der eine Brustwarze tätowieren könne. Der sei so gut, dass man auf den ersten Blick nicht sehen würde, dass es sich um eine tätowierte und keine „echte“ Brustwarze handelt.
Als nächstes wollte ich wissen, ob ich in der „neuen“ Implantat-Brust Berührungen spüren und ein Gefühl auf der Haut haben würde. Er meinte dies könne bis zu 2 Jahre dauern, ohne Garantie. Die Nervenfasern müssten sich nach der Mastektomie wieder annähern, da sie durchtrennt werden, ob sie dann wieder zusammenwachsen, kann er mir nicht versprechen. Da sich über dem Implantat nur noch die Haut ohne Gewebe befindet, könnte es auch sein, dass man das Implantat hindurch schimmern sieht.
Bezüglich der Entnahme der Lymphknoten gab er an, dass sich dann Lymphödeme bilden könnten. Wenn ich aber keinen Lymphknoten heraus operiert haben möchte oder nur die Wächterlymphknoten würde er entgegen der Leitlinie nach meinen Wünschen operieren. Empfehlen kann er es mir jedoch nicht.
Des Weiteren gab er auf Nachfrage an, dass alle 10-15 Jahre das Implantat gewechselt werden muss.
Bei der Operation werde versucht die Brust mittels Implantat an die gesunde Brust anzugleichen, identisch oder wie zuvor werden die beiden Brüste im Anschluss jedoch nicht aussehen. Wenn ich die gesunde Brust auch operiert haben und mit einem Implantat „unterstützt/angeglichen“ haben möchte, koste das ca. 5000,- bis 6000,- Euro Eigenleistung. Außer der emotionale/seelische Druck aufgrund der ungleichen Brüste ist so hoch, dass die Krankenkasse die Anpassung übernimmt.
Nach all diesen ehrlichen Informationen war ich von einer Brust-OP noch weiter entfernt als zuvor… Dem Chirurgen DANKE ich SEHR, dass er so offen und ehrlich mit mir kommuniziert hatte!